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Knochenbrüche an Hand und Handgelenk

Auf einen Blick

Häufige Verletzungen an Hand und Handgelenk

Knochenbrüche an Hand und Handgelenk

Knochenbrüche an Hand und Handgelenk zählen zu den häufigsten Verletzungen in der Handchirurgie. Besonders oft betroffen sind der Speichenknochen (distale Radiusfraktur) und das Kahnbein (Skaphoidfraktur). Ich ordne die Fraktur mit Ultraschall und bildgebenden Verfahren genau ein und stimme die Therapie darauf ab.

Je nach Art, Lage und Stabilität der Fraktur kommt eine konservative Ruhigstellung oder eine operative Stabilisierung in Betracht.

Anzeichen

Woran erkennt man einen Knochenbruch an der Hand?

Starke Schmerzen nach einem Sturz oder Anprall

Schwellung und Bluterguss im Bereich der Verletzung

Sichtbare Fehlstellung oder Verformung des Handgelenks oder Fingers

Eingeschränkte Beweglichkeit der betroffenen Hand oder der Finger

Druckschmerz über dem verletzten Knochen

Bei Kahnbeinbrüchen: Schmerz in der Tabatière (Grube am daumenseitigen Handgelenk), der leicht übersehen wird

Hintergrund

Ursachen & Diagnose

Wie entstehen Knochenbrüche an Hand und Handgelenk?

Die häufigste Ursache ist ein Sturz auf die ausgestreckte Hand, etwa beim Sport oder im Alltag. Dabei kann der Speichenknochen (Radius), das Kahnbein (Os scaphoideum) oder ein Mittelhandknochen brechen. Weitere Ursachen sind direkte Anprallverletzungen, Sportunfälle und seltener Ermüdungsbrüche durch wiederholte Belastung.

Wie wird ein Knochenbruch an der Hand festgestellt?

Ich frage Sie nach dem Unfallhergang und untersuche Ihre Hand auf Schwellung, Fehlstellung und Druckschmerz. Per Ultraschall und Röntgen stelle ich die Fraktur dar und beurteile die Stellung der Bruchstücke. Bei Verdacht auf einen Kahnbeinbruch oder eine Gelenkbeteiligung kann eine Schnittbildgebung (CT oder MRT) nötig sein, weil bestimmte Frakturen im Röntgen zunächst nicht sichtbar sind.

"Ein Kahnbeinbruch wird häufig für eine Verstauchung gehalten. Gerade bei anhaltendem Schmerz in der Daumenmulde nach einem Sturz lohnt sich eine genaue Abklärung, weil eine verzögerte Behandlung die Heilungschancen verschlechtert."

– OA Dr. Philipp Reb, MSc

OA Dr. Philipp Reb, MSc
OA Dr. Philipp Reb im Patientengespräch

Wann zum Arzt

Wann sollten Sie einen Handchirurgen aufsuchen?

Suchen Sie zeitnah einen Handchirurgen auf, wenn nach einem Sturz oder Anprall die Hand stark anschwillt, sich verfärbt oder eine Fehlstellung sichtbar ist. Auch bei anhaltendem Druckschmerz ohne sichtbare Verformung sollten Sie das abklären lassen, weil bestimmte Brüche wie die Kahnbeinfraktur äußerlich unauffällig bleiben. Bleibt die Hand nach einer Verletzung mehrere Tage geschwollen oder ist die Beweglichkeit eingeschränkt, sollte eine bildgebende Diagnostik erfolgen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Knochenbrüchen an der Hand

Die Heilungsdauer hängt vom betroffenen Knochen und der Art der Versorgung ab. Ein Speichenbruch heilt in vielen Fällen innerhalb von sechs bis acht Wochen, Kahnbeinbrüche brauchen mitunter länger. Den Heilungsverlauf kontrolliere ich regelmäßig.
Nein. Stabile Brüche ohne Verschiebung lassen sich konservativ mit Gips oder Schiene behandeln. Bei verschobenen, instabilen oder gelenkbeteiligten Brüchen ist eine operative Stabilisierung nötig, die ich am AUVA-Traumazentrum Lorenz Böhler durchführe. Die hier gelisteten Eingriffe betreffen Gelenkschäden, Fehlverheilungen und Folgezustände.
Das Kahnbein (Os scaphoideum) ist ein kleiner Handwurzelknochen an der Daumenseite. Ein Bruch dort verursacht häufig nur eine mäßige Schwellung und wird anfangs für eine Verstauchung gehalten. Ohne Behandlung kann die Durchblutung des Knochens gestört werden, was zu einer Kahnbeinpseudarthrose (Falschgelenkbildung) führen kann.
In der Regel stelle ich die Hand nach der Operation für einige Wochen ruhig. Art und Dauer der Schienung richten sich nach dem Eingriff und dem individuellen Heilungsverlauf. Die Nachbehandlung bespreche ich im Detail mit Ihnen.
Das hängt von der Sportart und der Art des Bruchs ab. Leichte Belastungen sind in vielen Fällen nach einigen Wochen möglich, kontaktintensive Sportarten erst nach vollständiger Knochenheilung. Ich gebe Ihnen einen individuellen Zeitplan.
Ich bin Wahlarzt. Sie bezahlen das Honorar direkt und reichen die Rechnung bei Ihrer Krankenkasse ein; bei privater Zusatzversicherung ist häufig eine vollständige Rückerstattung möglich.