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Schleim­beutel­entzündung Ellenbogen

Auf einen Blick

Entzündeter Schleimbeutel an der Ellenbogenspitze

Schleim­beutel­entzündung Ellenbogen

Bei einer Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen (Bursitis olecrani) ist der Schleimbeutel an der Ellenbogenspitze entzündet und füllt sich mit Flüssigkeit. Es entsteht eine deutlich sichtbare Schwellung, die druckempfindlich sein kann. Ich untersuche den Ellenbogen gründlich per Ultraschall und stimme die Therapie individuell auf Ihren Befund ab.

In den meisten Fällen heilt eine Schleimbeutelentzündung mit konservativer Behandlung ab. Kehrt die Schwellung trotz Therapie wieder oder spricht eine bakterielle Entzündung nicht auf Antibiotika an, kann eine operative Entfernung des Schleimbeutels (Bursektomie) nötig werden.

Anzeichen

Woran erkennt man eine Schleim­beutel­entzündung am Ellenbogen?

Deutlich sichtbare, weiche Schwellung direkt an der Ellenbogenspitze

Druckempfindlichkeit und Schmerzen beim Aufstützen des Ellenbogens

Rötung und Überwärmung der Haut über dem Schleimbeutel

Spannungsgefühl bei Beugung des Ellenbogens

Bei bakterieller Entzündung: starke Rötung, Überwärmung und eventuell Fieber

In chronischen Fällen: wiederkehrende Schwellung ohne starke Schmerzen

Hintergrund

Ursachen & Diagnose

Wie entsteht eine Schleim­beutel­entzündung am Ellenbogen?

Der Schleimbeutel (Bursa olecrani) liegt direkt unter der Haut an der Ellenbogenspitze und dient als Polster zwischen Knochen und Haut. Wiederholter Druck, etwa durch Aufstützen am Schreibtisch, durch einen Sturz oder eine Prellung, kann den Schleimbeutel reizen und eine Entzündung auslösen. Seltener entsteht die Bursitis durch eine bakterielle Infektion (etwa nach kleinen Hautverletzungen) oder durch entzündliche Erkrankungen wie Gicht oder rheumatoide Arthritis.

Wie wird die Schleim­beutel­entzündung festgestellt?

Ich frage Sie gezielt nach Ihren Beschwerden, prüfe die Schwellung und beurteile, ob Rötung und Überwärmung auf eine Infektion hinweisen. Per Ultraschall stelle ich die Flüssigkeitsansammlung im Schleimbeutel direkt dar und grenze sie von anderen Ursachen wie einem Ganglion oder einer tieferen Gelenkerkrankung ab. Bei Verdacht auf eine bakterielle Bursitis kann eine Punktion des Schleimbeutels nötig sein, um die Flüssigkeit zu untersuchen.

"Die meisten Schleim­beutel­entzündungen am Ellenbogen lassen sich gut ohne Operation behandeln. Wichtig ist, rechtzeitig abzuklären, ob eine Infektion dahintersteckt, damit wir die richtige Therapie einleiten."

– OA Dr. Philipp Reb, MSc

OA Dr. Philipp Reb, MSc
OA Dr. Philipp Reb im Patientengespräch

Wann zum Arzt

Wann sollten Sie einen Ellenbogenspezialisten aufsuchen?

Vereinbaren Sie einen Termin, wenn sich eine Schwellung an der Ellenbogenspitze bildet, die nicht innerhalb weniger Tage von selbst zurückgeht. Treten zusätzlich Rötung, Überwärmung oder Fieber auf, sollte die Untersuchung zeitnah erfolgen, weil eine bakterielle Entzündung ausgeschlossen werden muss. Auch bei wiederkehrender Schwellung nach scheinbar ausgeheilter Bursitis ist eine Abklärung sinnvoll.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Schleim­beutel­entzündung am Ellenbogen

Eine nicht-infektiöse Bursitis ist in der Regel nicht gefährlich, aber unangenehm. Eine bakterielle Schleimbeutelentzündung sollte dagegen rasch behandelt werden, weil sich die Infektion ausbreiten kann. Bei der Untersuchung kann ich beides unterscheiden.
Nicht immer. Eine Punktion (Absaugen der Flüssigkeit) erwäge ich, wenn die Schwellung sehr groß ist oder Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht. Das entscheide ich anhand des Befunds.
Bei leichter Reizung und konsequenter Druckentlastung kann sich die Schwellung innerhalb weniger Wochen zurückbilden. Bleiben die Beschwerden bestehen oder verschlechtern sie sich, ist eine Abklärung empfehlenswert.
Vermeiden Sie häufiges und längeres Aufstützen auf den Ellenbogen. Bei viel Schreibtischarbeit hilft eine Polsterung oder eine veränderte Haltung. Nach Stürzen oder Prellungen am Ellenbogen ist rechtzeitiges Kühlen sinnvoll.
Ja, besonders wenn die auslösende Belastung bestehen bleibt. Wird der Schleimbeutel immer wieder gereizt, können sich chronisch wiederkehrende Bursitiden entwickeln. In solchen Fällen bespreche ich weiterführende Therapieoptionen mit Ihnen.
Ich bin Wahlarzt. Sie bezahlen das Honorar direkt und reichen die Rechnung bei Ihrer Krankenkasse ein; bei privater Zusatzversicherung ist häufig eine vollständige Rückerstattung möglich.