Medizinisch geprüftDie medizinischen Inhalte dieser Seite wurden von OA Dr. Philipp Reb, MSc geprüft.
Morbus Dupuytren
Auf einen Blick
Knotenbildung und Beugekontraktur der Finger
Beim Morbus Dupuytren verdickt sich das Bindegewebe in der Hohlhand (Palmaraponeurose) und bildet Knoten und Stränge, die die Finger zunehmend in eine Beugestellung ziehen. Am häufigsten betroffen sind Ring- und Kleinfinger. Ich untersuche die Hand gründlich, beurteile das Stadium und stimme die Therapie individuell auf den Befund ab.
In frühen Stadien ohne Streckdefizit ist häufig keine Behandlung nötig. Bei deutlich eingeschränkter Streckfähigkeit kommt eine operative Behandlung in Betracht.
Anzeichen
Woran erkennt man einen Morbus Dupuytren?
Tastbare Knoten in der Hohlhand, meist schmerzlos
Derbe Stränge, die von der Hohlhand in Richtung Finger verlaufen
Zunehmende Beugekontraktur: Finger lassen sich nicht mehr vollständig strecken
Einschränkung beim Flachlegen der Hand auf den Tisch (positiver Tischtest nach Hueston)
Am häufigsten betroffen: Ring- und Kleinfinger, seltener Mittel- und Zeigefinger
In fortgeschrittenen Fällen: deutliche Funktionseinschränkung beim Greifen, Händeschütteln oder Anziehen von Handschuhen
Hintergrund
Ursachen & Diagnose
Wie entsteht ein Morbus Dupuytren?
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine gutartige Bindegewebserkrankung, bei der sich Kollagenfasern in der Hohlhand unkontrolliert vermehren und verdicken. Begünstigend wirken eine genetische Veranlagung (die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf), männliches Geschlecht, ein Alter über 50 Jahre, Diabetes mellitus und übermäßiger Alkoholkonsum.
Wie wird der Morbus Dupuytren festgestellt?
Ich frage Sie gezielt nach Ihren Beschwerden und der Familiengeschichte und untersuche Ihre Hand klinisch. Dabei taste ich die Knoten und Stränge in der Hohlhand und prüfe die Streckfähigkeit der Finger (Tischtest nach Hueston). Ergänzend kann ein Ultraschall die Ausdehnung der Stränge sichtbar machen. In den meisten Fällen reicht die klinische Untersuchung für die Diagnose.
Therapie
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Konservativ
"Der Morbus Dupuytren ist nicht gefährlich, kann aber die Handfunktion spürbar einschränken. Mir ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt für eine Behandlung gemeinsam mit Ihnen zu bestimmen."
– OA Dr. Philipp Reb, MSc
Wann zum Arzt
Wann sollten Sie einen Handchirurgen aufsuchen?
Vereinbaren Sie einen Termin, wenn Sie Knoten oder Stränge in der Hohlhand bemerken, auch bei geringen Beschwerden. Eine frühe Begutachtung hilft, den Verlauf einzuschätzen. Lassen sich ein oder mehrere Finger nicht mehr vollständig strecken oder fallen Alltagstätigkeiten wie Händeschütteln, Greifen oder das Anziehen von Handschuhen zunehmend schwer, ist eine zeitnahe Abklärung sinnvoll.
FAQ