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Knochen­mark­ödem

Auf einen Blick

Flüssigkeitsansammlung im Knochen von Hand oder Handgelenk

Knochen­mark­ödem

Beim Knochenmarködem (Knochenödem) sammelt sich vermehrt Flüssigkeit im Knochenmark an, was zu belastungsabhängigen Schmerzen führt. Betroffen sind häufig Handwurzelknochen oder der gelenknahe Bereich des Handgelenks. Ich kläre den Befund per Bildgebung ab und stimme die Therapie individuell darauf ab, von der Stoßwellenbehandlung bis zur Dekompressionsbohrung.

Bei einem transitorischen Knochenmarködem kann sich die Flüssigkeitsansammlung unter Entlastung und konservativer Therapie zurückbilden. Bleiben die Beschwerden trotz konservativer Behandlung bestehen, kommt eine Dekompressionsbohrung in Betracht.

Anzeichen

Woran erkennt man ein Knochen­mark­ödem?

Belastungsabhängige Schmerzen im Bereich von Hand oder Handgelenk

Schmerzen auch in Ruhe, besonders nachts

Dumpfer, tief sitzender Schmerz, der schwer zu lokalisieren ist

Schwellung im betroffenen Bereich (nicht immer sichtbar)

Schmerzverstärkung bei Druck auf den betroffenen Knochen

Eingeschränkte Belastbarkeit der Hand beim Greifen oder Abstützen

Hintergrund

Ursachen & Diagnose

Wie entsteht ein Knochen­mark­ödem?

Ein Knochenmarködem kann durch Überlastung, Mikroverletzungen oder Durchblutungsstörungen im Knochen entstehen. Auch nach Knochenbrüchen, Operationen oder bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthritis tritt es auf. Manchmal lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen; man spricht dann von einem transitorischen (vorübergehenden) Knochenmarködem.

Wie wird ein Knochen­mark­ödem festgestellt?

Ich frage Sie nach Ihren Beschwerden, dem Verlauf und möglichen Auslösern. In der klinischen Untersuchung zeigt sich häufig ein Druckschmerz über dem betroffenen Knochen. Im Röntgenbild ist ein Knochenmarködem nicht immer sichtbar; das Verfahren der Wahl ist daher die MRT (Magnetresonanztomografie), weil sie die Flüssigkeitsansammlung eindeutig zeigt. Per Ultraschall erkenne ich begleitende Weichteilveränderungen und Gelenkergüsse.

"Ein Knochen­mark­ödem ist auf dem Röntgenbild oft unsichtbar, verursacht aber erhebliche Schmerzen. Wenn die Beschwerden nach einer Verletzung nicht besser werden, lohnt sich der Blick ins MRT, weil sich so die richtige Behandlung gezielt planen lässt."

– OA Dr. Philipp Reb, MSc

OA Dr. Philipp Reb, MSc
OA Dr. Philipp Reb im Patientengespräch

Wann zum Arzt

Wann sollten Sie einen Handchirurgen aufsuchen?

Vereinbaren Sie einen Termin, wenn belastungsabhängige Schmerzen in Hand oder Handgelenk über mehrere Wochen anhalten und sich durch Schonung nicht bessern. Treten die Beschwerden auch in Ruhe oder nachts auf oder spüren Sie einen dumpfen Schmerz tief im Knochen, sollte eine weiterführende Diagnostik erfolgen. Auch nach einem vermeintlich verheilten Knochenbruch, der weiterhin Schmerzen verursacht, ist eine Abklärung auf ein Knochenmarködem sinnvoll.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Knochen­mark­ödem

Ein Knochenmarködem ist in der Regel nicht gefährlich, kann aber erhebliche Schmerzen verursachen und die Belastbarkeit der Hand einschränken. Ohne Behandlung zieht sich der Zustand mitunter über Monate. Eine gezielte Therapie kann den Heilungsverlauf beschleunigen.
Im MRT zeigt sich die Flüssigkeitsansammlung im Knochen als helles Signal in bestimmten Bildsequenzen. Das Röntgenbild ist beim Knochenmarködem häufig unauffällig, deshalb ist die MRT das zuverlässigste Verfahren zur Diagnose.
Die Heilungsdauer ist individuell verschieden. Transitorische Knochenmarködeme bilden sich oft innerhalb von drei bis zwölf Monaten zurück. Mit gezielter Behandlung (Stoßwelle, Dekompressionsbohrung) lässt sich der Verlauf in vielen Fällen verkürzen.
Bei der Dekompressionsbohrung eröffne ich den betroffenen Knochen mit einer feinen Bohrung, um den erhöhten Druck im Knochenmark abzubauen und die Durchblutung zu verbessern. Der Eingriff erfolgt tagesklinisch (ambulant).
Belastende Aktivitäten sollten Sie in der akuten Phase reduzieren, um den Knochen zu entlasten. Leichte Bewegung und nicht belastende Sportarten sind in Absprache mit mir möglich. Der Wiedereinstieg richtet sich nach dem MRT-Verlauf und den Beschwerden.
Ich bin Wahlarzt. Sie bezahlen das Honorar direkt und reichen die Rechnung bei Ihrer Krankenkasse ein; bei privater Zusatzversicherung ist häufig eine vollständige Rückerstattung möglich.